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 Interesting older interviews

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madsaddicted
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PostSubject: Interesting older interviews   Mon May 28, 2012 1:28 am

Original post by Luin:

I found another interview, I didn't read yet. Don't know, if you know it. It's to long to translate it - I have no time now. But for the Germans here is it:

http://www.filmreporter.de/stars/interview/2217;Mads-Mikkelsen-lebt-den-Moment (25. 11. 2009)


Böse Menschen halten sich nicht für böse
Mads Mikkelsen lebt den Moment //

Evil men do not consider themselves evil
Mads Mikkelsen lives the moment

Als Bösewicht Le Chiffre in "James Bond 007: Casino Royale" schafft der Däne Mads Mikkelsen den Durchbruch. Tatsächlich umgibt ihn eine Aura des Mysteriösen und Unnahbaren, als wir ihn im Berliner Hotelzimmer über seine erste deutsche Produktion "Die Tür" befragen. Seine graumelierten, strähnigen Haare fallen ihm immer wieder ins Gesicht. Anfangs streicht er sie hektisch beiseite, doch dann entspannt sich der 1,83 große Mime zunehmend. Er spricht mit uns über den Film und sein Privatleben.


As the villain Le Chiffre in "James Bond 007: Casino Royale," the Dane Mads Mikkelsen creates a breakthrough. There's an aura of mystery and unapproachable, as we ask him in the Berlin hotel room on his first German production "The Door". His graying, stringy hair to fall again in the face. At first, he sweeps them aside hectic, but then the grand actor 1.83 m relaxed more. He talks to us about the film and his personal life.


Ricore: Sie haben auf Deutsch gedreht. Wie war das für Sie? // You've made a movie in German. How was it for you?

Mads Mikkelsen: Die Alternative war, eine deutsche Stimme über mein Englisch zu legen, und das wäre lächerlich gewesen. Anno hat gesagt, wir machen das so in Deutschland, das ist kein Problem. Ich dachte nur, in Dänemark machen wir sowas nicht. Also habe ich gesagt, ok, ich mache es auf Deutsch, dann könnt ihr eine Stimme drüberlegen. Natürlich war es schwierig, es ist ja nicht Dänisch. Wir haben ein paar Takes gemacht, wo ich Englisch und Jessica Deutsch gesprochen hat, aber das war noch schwieriger. Das waren in zwei verschiedene Welten. Es hat sich seltsam angefühlt. Auf Deutsch war es von der Sprache her schwierig, aber wir haben das zwischen den Takes geübt. Als Kind hatte ich Deutschunterricht in der Schule, aber das ist natürlich ganz anders.

The alternative was to place a German voice over my English, and that would have been ridiculous. Anno has said, we do it every time in Germany, and that's not a problem. I just thought, in Denmark we do not do that. So I said, okay, I'll do it in German, then you can put your voice over it. Of course it was difficult, it's not Danish. We have done a few takes, where I spoke English and Jessica German, but it was more difficult. This was two different worlds. It just felt weird. In German, it was difficult in terms of language, but we have practiced between takes. As a child I had German lessons at school, but that is obviously quite different.

Ricore: Wie lange haben Sie Deutsch gelernt? // How long have you studied German?

Mikkelsen: Ich glaube zwei Jahre. Es war kein Hauptfach. // I believe two years. It wasn't a major subject.

Ricore: Wie viele Sprachen sprechen Sie? // How many languages do you speak?

Mikkelsen: Nur Dänisch und Englisch. Und Schwedisch. Und jetzt auch ein bisschen Deutsch. Und ganz wenig Französisch. Und sehr wenig Russisch.

Only Danish and English. And Swedish. And now, a little German. And very little French. And very little Russian.

Ricore: Sie waren in vielen internationalen Produktionen. Was war das Besondere an diesem Film? // You've made a lot of international productions. What was so special about this movie?

Mikkelsen: Ich fand die Geschichte von Anfang an sehr schön. Als ich sie gelesen habe, wurde ich sehr emotional. Sie war schön, einfach zauberhaft, Thriller, Drama. Es war schwierig, ein Etikett zu setzen, weil es ständig wechselt. Ich traf mich mit Anno Saul, den ich sehr mag, und habe Ja gesagt.

I found the story very well from the start. When I read it, I was very emotional. She was beautiful, simply enchanting, thriller, drama. It was difficult to put a label, because it constantly changes. I met with Anno Saul, whom I like very much, and I said yes.

Ricore: Wie sind Sie zu dem Projekt gekommen? // How did you come to the project?

Mikkelsen: Anno hat mich angesprochen. Er hat ein paar dänische Filme gesehen. Wir haben viel darüber geredet. Ich liebe das Skript, aber ich habe gefragt, ob er sich denn sicher sei, dass er nicht einen deutschen Schauspieler dafür finden würde? Dann hätte es die Sprachprobleme nicht gegeben. Aber er hat gesagt, er will nur mich. Dann habe ich gesagt, ok, dann mache ich es auf Deutsch.

Anno asked me. He has seen a couple of Danish films. We talked a lot about it. I love the script, but I have wondered whether he was sure that he would not find a German actor for that? Then there wouldn't be the language problems. But he said he just wants me. Then I said, okay, I'll do it in German.

Ricore: Glauben Sie an mysteriöse Dinge oder an Geister? // Do you believe in ghosts or mysterious things?

Mikkelsen: Wenn ich ein paar Bier getrunken habe und meine Freunde solche Geschichten erzählen, finde ich das sehr faszinierend. Wie viele hoffe ich, dass da noch mehr ist. Aber wir hoffen so viel, dass wir Religionen, Götter und auch Geister erschaffen. Vielleicht ist das auch ok so.

If I drank a few beers and my friends tell those stories, I 'm very fascinated. Like many, I hope that there's more. But we hope so much that we created religions, gods and ghosts. Maybe that's ok.

Ricore: Glauben Sie denn an etwas? // Do you believe in something?

Mikkelsen: Manchmal hoffe ich, dass da mehr ist, aber ich bin mir nicht sicher. Ich habe nie etwas gesehen. Ich finde das Leben an sich schon magisch. Es ist unglaublich, dass man Babys zeugen kann. Das ist Magie genug. Das Leben ist einfach schön, wenn es irgendwo noch mehr gibt, ist das großartig.

Sometimes I hope that there is more, but I'm not sure. I've never seen anything. I find life is magical. It's unbelievable that you can make babies. This is magic enough. Life is simply wonderful, if somewhere is still more, that's great.

Ricore: Gibt es etwas in Ihrer Vergangenheit, das Sie gerne ändern würden? // Is there something in your past that you would like to change?

Mikkelsen: Nein. Wir haben darüber auch während der Dreharbeiten gesprochen. Aber zum Glück gab es keine tragischen Situationen in meinem Leben wie bei dieser Familie. In dieser Situation würde man vielleicht alles tun, um das zu ändern. Aber ich würde nicht zurück gehen, um ein paar dumme Entscheidungen in der Karriere oder meinem Privatleben zu ändern. Das gehört zum Leben. Man trifft falsche Entscheidungen und lernt daraus.

No. We have talked about it during the filming. But fortunately there were no tragic situations in my life as with this family. In this situation you would probably do anything to change that. But I would not go back to change some stupid decisions in my career or personal life. That's part of life. You meet the wrong decisions and learns from it.

Ricore: Glauben Sie, dass wir besser werden, je älter wir werden? // Do you think we are better, the older we get?

Mikkelsen: Nicht unbedingt. Ich bin mir sicher, dass Hitler mit 17 ein netterer Mensch war. Es kommt darauf an, was man im Leben dazulernt. Wie viel Hass man erleben muss, wie viel Liebe man geben kann. Ich denke, das ist der Schlüssel um ein besserer Mensch zu werden.

Not necessarily. I'm sure that Hitler at the age of 17 was a nicer person. It depends on what one learns in life. How much hatred do you have to get through, how much love you can give. I think that's the key to a better person.

Ricore: Wie kommen Sie damit voran? // As you move forward with it?

Mikkelsen: Ich bin mir nicht sicher. Ich bin jetzt 43. Ich habe noch nicht oft zurück geblickt. Ich lebe einfach. Wenn ich mein Leben planen würde, bin ich sicher, dass ich versuchen würde, ein besserer Mensch zu werden. Ich bin mir aber auch dessen bewusst, dass ich ein gutes Leben führe und ein guter Mensch bin. Aber wenn man es richtig planen würde, könnte man sicher noch mehr erreichen.

I'm not sure. I am now 43 years old. I have not looked back often. I live simply. If I would plan my life, I am sure that I would try to become a better person. I am also aware of the fact that I live a good life and am a good person. But if you would plan it right, you could certainly do more.

Ricore: Aber Sie halten sich für gut genug?

Mikkelsen: Ich bin zufrieden, so wie es ist. So ist das Leben. Leben ist, was man in dem Moment ist. Die Dinge die man tut, machen die Person aus, die man ist. Aus irgendwelchen Gründen mache ich jetzt das hier und nicht etwas anderes. Ich könnte jetzt auch in Indien sein und viele arme Menschen retten. Aber aus irgendeinem Grund bin ich das nicht. Wenn ich darüber nachdenke, sollte ich das aber sein. Das sollten wir alle. Aber ich helfe vielleicht auf eine andere Art.

Ricore: Sie sind also ein Mensch, der den Moment lebt?

Mikkelsen: Ja, das würde ich sagen. Die Zukunft war immer etwas, das irgendwann kommt. Die Vergangenheit ist voll von guten und schlechten Erinnerungen, die man nutzen kann, wenn man will. Aber ich lebe sehr im Hier und Jetzt.

Ricore: Planen Sie Dinge genau oder sind Sie ein spontaner Mensch?

Mikkelsen: Ich glaube, ich bin sehr spontan. Ich habe das Skript gelesen, habe Anno getroffen und gleich gesagt, lass es uns machen. Normalerweise redet man mit Leuten darüber, ob das eine gute Idee ist. Man schaut sich seine Filme vorher an. Aber ich mochte Anno und das Skript so sehr, dass ich spontan zugesagt habe. Ich bin nicht nur beruflich, sondern auch privat spontan.

Ricore: Sie machen viele internationale Filme. Ist das für Sie auch ein Kriterium, Rollen auszuwählen?

Mikkelsen: Ich mag es. Ich habe nicht darüber nachgedacht, ob es eine gute Idee wäre, einen deutschen Film zu drehen. Ich mache die Dinge, die ich gerne mag. Es ist ein reiner Zufall, dass ich einen deutschen und einen französischen Film gedreht habe.

Ricore: Wie war die Zusammenarbeit mit Jessica Schwarz? Sie haben im Film eine sehr enge Beziehung.

Mikkelsen: Wir hatten Glück. Mit Jessica war es sehr einfach. Es ist nicht immer so, manchmal muss man mehr schauspielern. Man kann nicht voraussetzen, dass es einfach wird, immerhin ist es ein Job. Aber die Chemie war extrem gut. Sie ist eine fantastische Frau. An diesem Punkt ihrer Karriere war es sehr wichtig, dass sie eine Mutter spielt. Das hat sie zuvor noch nicht gemacht. Ich bin auch nur etwas älter als sie. Es war ganz natürlich, in die Rolle zu schlüpfen.

Ricore: Es gibt sehr explizite Sexszenen im Film. Ist es für Sie schwierig, solche Szenen zu drehen?

Mikkelsen: Für mich ist es nicht schwierig. Aber es kann schwierig werden, wenn einer der beiden nervös ist. Dann wird es ein bisschen peinlich. Wenn man so etwas dreht, darf man sich nicht auf den Sex konzentrieren, sondern auf die Emotionen der Szene. Ist es heiße Leidenschaft oder sehr einfühlsam. Wenn man sich darauf konzentriert, vergisst man den Sex dabei. Man spielt die Emotionen wie in jeder anderen Szene. Man ist einfach nur nackt (lacht). Aber es hilft, wenn beide sich wohl dabei fühlen.

Ricore: War es in diesem Fall einfach?

Mikkelsen: Ja, mit beiden Mädchen. Es war sehr unterschiedlich. Heike war nur zwei Tage da und wurde direkt hineingeschmissen. Aber sie war sehr cool und hat die Szene gleich verstanden. Es war sehr einfach mit ihr zu arbeiten. Jessica und ich kannten uns da schon eine Weile und haben es gut hingekriegt. Wir fanden die Szene sehr schön, deshalb war es nicht schwierig.

Ricore: Haben Sie zuvor darüber gesprochen und alles geplant?

Mikkelsen: Ja, bis ins Detail. Wenn man bei sowas anfängt zu improvisieren, wird es sehr schwierig. Man überlegt dann immer, wie's jetzt weiter geht. Wir haben festgelegt, wo es anfängt und wo es aufhört. Man hat gewisse Einstellungen und Einzelheiten, mit denen man arbeiten kann, damit sich jeder wohl fühlt. Damit man nicht den Regisseur neben sich stehen hat, der sagt, los, mach weiter.

Ricore: Gab es im Film die Möglichkeit zu improvisieren?

Mikkelsen: Ja, gab es. In meinem Fall war die Improvisation vor allem körperlich. Es war für mich nicht gerade einfach, auf Deutsch zu improvisieren. Wenn ich das hätte tun wollen, hätte ich Jessica vorher fragen müssen, wie man das grammatikalisch sagt. Der, die oder das (lacht). Aber bei den körperlichen Sachen konnte ich viel improvisieren.

Ricore: Improvisieren Sie gerne?

Mikkelsen: Ja, Improvisation ist eine interessante Sache. Ich mag es aber nur, wenn man weiß, worum es in der Szene geht. Wenn man weiß, wo sie anfängt und wo sie aufhört. Dann kann man improvisieren und mit schönen Ideen kommen. Aber wenn man nicht weiß, worum es in der Szene geht, dann endet das meistens mit Leuten, die herumschreien und weinen. Das ist dann wie im Schauspielunterricht. Das finde ich langweilig. Aber wenn man weiß, wo die Improvisation hinführen soll, ist das sehr schön.

Ricore: Gab es Unterschiede zwischen deutschen Filmen und anderen Projekten?

Mikkelsen: Außer der Sprache, die für mich extra Arbeit bedeutete, war nichts anders. Alles wird genauso gemacht wie bei mir zu Hause. Die Crew ist genauso groß, die Arbeitsweise ist gleich. Die Deutschen waren sehr gastfreundlich und herzlich. Es war sehr schön.

Ricore: Gibt es schon neue Pläne?

Mikkelsen: Ich werde einen Film mit einem Schweizer drehen. "Clean Out" ist ein Mafia-Film.

Ricore: Sind Sie darin böse?

Mikkelsen: Das würden Sie vielleicht so sehen, aber ich glaube nicht, dass er sich selbst als böse bezeichnen würde. Das ist ja das Problem mit bösen Menschen, sie halten sich gar nicht für böse. Aber er ist ein Mafia-Typ.

Ricore: Haben Sie Angst davor, immer für dieselben Rollen besetzt zu werden?

Mikkelsen: Nein. Ich hatte das Glück, schon Väter, Priester, Homosexuelle, Bösewichte und gute Helden spielen zu können. Ich habe gar keine Angst davor. Jeder sieht mich mit anderen Augen.

Ricore: Haben Sie ein Lieblingsgenre?

Mikkelsen: Ich würde sagen Drama. Realistische Dramen mag ich am liebsten. Aber ich mag auch schwarze Komödien oder David Lynch und die Coen-Brüder. Jedes Genre ist fantastisch, wenn man es richtig macht. Ich bevorzuge nichts, aber wenn, dann Drama.

Ricore: Wenn Sie viel unterwegs sind, können Sie das mit Ihrem Familienleben verbinden?

Mikkelsen: Das ist absolut unmöglich. Es war zwei Jahre lang sehr schwierig, weil ich viel zu oft weit weg gearbeitet habe. Wir müssen das jetzt anders planen. Es hat zwar Spaß gemacht, aber so kann ich nicht weiter machen.

Ricore: Dann haben Sie definitiv beschlossen, kürzer zu treten?

Mikkelsen: Ja. Gerade passiert sehr viel und ich muss statt zwei Projekte anzunehmen, mich nur für eins entscheiden. Aber das ist ok. So ist das Leben.

Ricore: Manche sagen ja, die Familie kann einen am Set besuchen.

Mikkelsen: Sie kommt ja auch vorbei, aber das ist nicht das gleiche. Das sind nur Besuche und kein miteinander Leben. Wir müssen für die nächsten Jahre einen Plan schmieden.

Ricore: Schade, dass Sie gerade jetzt kürzer treten müssen.

Mikkelsen: Aber wenn ich es nicht tun würde, würde ich immer mehr arbeiten und immer weniger vom Leben haben. Deshalb müssen wir eine Lösung finden. Wir werden es kombinieren, sodass alle damit glücklich sind.

Ricore: Vielen Dank für das Gespräch.




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madsaddicted
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PostSubject: Re: Interesting older interviews   Mon May 28, 2012 1:38 am

Original post by Luin:

I think this wasn't posted here before. It's from 2007 and in German.


Dänische Delikatesse

Mads Mikkelsen ist einer der besten europäischen Schauspieler. Die Bösewichtrolle in „Casino Royale“ war für den 42-jährigen Dänen nur ein Ausflug in den Actionfilm – denn in seiner Heimat dreht man einfach zu wenig Thriller, beklagt sich Mikkelsen.

kulturnews: Mads, Sie sind leidenschaftlicher Raucher ...
Mads Mikkelsen: Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen. Rauchern wird das Leben immer schwerer gemacht. Wie gern hätte ich Le Chiffre in "Casino Royale" mit Zigarette im Mund gespielt, aber das ist heutzutage undenkbar geworden. Noch mehr Gewalt, aber keine Zigaretten. Verrückt!
kulturnews: Immerhin sind Sie als Bond-Bösewicht über Nacht weltberühmt geworden. Wie wirkt sich das auf Ihr Leben aus?
Mikkelsen: Ich bin noch immer sehr überrascht, weil ich "Casino Royale" nur als Ausflug in ein anderes Genre betrachtet habe. Als ich zuerst angefragt wurde, musste ich sogar ablehnen, weil ich in Dänemark mitten in den Dreharbeiten zu einem anderen Film war. Nach einigen Monaten riefen sie mich wieder an. Ich flog nach London und bekam die Rolle sogar, ohne vorgesprochen zu haben. Diesmal hatten die Produzenten keine Zeit, die Rolle musste besetzt werden. So einfach geht das manchmal.
kulturnews: Werden Sie schon mit Angeboten aus Hollywood überschüttet?
Mikkelsen: Es sind einige eingegangen. Was mich dabei wundert: Es war keine einzige Schurkenrolle dabei, man sieht mich in Hollywood anscheinend eher in dramatischen Rollen. Es freut mich natürlich, nicht in eine Schublade gepresst zu werden. Sicherlich wird man durch einen Bond-Film von mehr Zuschauern wahrgenommen als durch dänische Dogmafilme.
kulturnews: Trotzdem steht Ihr neuer Film "Nach der Hochzeit" ganz in dieser Tradition.
Mikkelsen: Mit solchen Filmen bin ich in meiner Heimat bekannt geworden, und für realistischere Kinostoffe schlägt mein Herz auch weiterhin. Es würde mich schon freuen, ab und zu andere Filme machen zu können, denn in Dänemark werden so gut wie keine Thriller oder Actionfilme gedreht. Aber sollte es nicht passieren, ist das ebenso okay. Dann führe ich mein Leben eben zu Hause weiter.
kulturnews: Was hat Sie bewegt, in "Nach der Hochzeit" einen Mann zu spielen, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird?
Mikkelsen: Nach unseren Erfolgen in "Dänische Delikatessen" und "Adams Äpfel" konnte ich es mir nicht entgehen lassen, wieder mit Anders Thomas Jensen zu arbeiten, der diesmal allerdings nur das Drehbuch lieferte. Jedoch sprüht auch das vor skurrilen Einfällen. Jensen bricht alle Tabus und wirft sie dem Publikum vors Gesicht.
kulturnews: Empfinden Sie den homoerotischen Unterton zwischen Daniel Craig und Ihnen in "Casino Royale" auch als Tabubruch?
Mikkelsen: Sie meinen die Folterszene, in der ich Daniel Craigs Geschlechtsteile massakriere? So etwas gab es in einem Bond-Film zuvor nie zu sehen. Daniel und ich hatten viel Spaß bei dieser Szene. (lacht) Was vor allem daran lag, dass wir beide ansonsten nur Dialoge ausgetauscht haben und hier endlich ein bisschen Action ins Spiel kam. Der homoerotische Unterton ist durch Zufall entstanden und war nicht beabsichtigt - aber er ist in dieser Szene eindeutig vorhanden.
kulturnews: Hoffentlich schadet das nicht Ihrem Image des sexiest man in Denmark ...
Mikkelsen: Es ist schon ein Weilchen her, dass ich von einem dänischen Magazin dazu gekürt wurde - und das, obwohl ich schon zu Beginn meiner Karriere Schurken, Drogenabhängige und sogar Schwule gespielt habe. Mein Glück, dass ich mich in so unterschiedlichen Rollen austoben kann, ohne Schaden zu nehmen.
kulturnews: Aber als Superheld hat man Sie bisher noch nicht gesehen.
Mikkelsen: Ein dänischer James Bond? Immerhin will jeder Mann so sein wie er, und jede Frau will von einem Mann geliebt werden, der wie James Bond ist. Einzige Ausnahme: meine Frau. Deshalb bin ich nicht versessen darauf, einen im Grunde genommen sexistischen und brutalen Typen zu spielen.
kulturnews: Leben Sie Ihre Aggressionen eher beim Fußball aus?
Mikkelsen: Ja, ich bin ein großer Fan vom FC Kopenhagen. Während der WM war ich mit meinem Sohn zehn Tage in Berlin - wir hatten eine tolle Zeit.
kulturnews: Wie würden Sie das Verhältnis zwischen Dänen und Deutschen einschätzen?
Mikkelsen: Wir sind Nachbarn und verstehen uns im Grunde genommen ganz gut. Nur, wenn es um Fußball geht, kommen Spannungen hoch. Die Deutschen scheinen immer zu gewinnen, und wir Dänen blicken hinüber wie zu einem großen Bruder, den es endlich zu schlagen gilt.

Interview: Markus Tschiedert

01.02.2007

http://www.kulturnews.de/knde/story.php?id=28344&artist=Mads%20Mikkelsen
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madsaddicted
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PostSubject: Re: Interesting older interviews   Mon May 28, 2012 1:40 am

Original post by Beer Is Food:

Includes behind the scenes footage that I hadn't seen before...with Ian Cunningham and Sam Worthington.

http://www.theglobaltownhall.com/madsmikkelsen
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Luin
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PostSubject: Re: Interesting older interviews   Mon Jul 23, 2012 11:09 am

I don't know where to post it, but this is such a sweet little story, I've read:

Yeah, I see you Mads…

I photographed Mads Mikkelsen months back and thought to share this funny story with you. On the red-carpet he was being interviewed by a German reporter, she ended the interview with “please say something to us in German” - he said ” I don’t know German.. I can’t think of anything to say”. Then he looks at me asking-” What can I say?” - I quickly answered ” Ich liebe dich?” (I love you).. he lit up and repeated to me, ” Ich liebe dich!”. I smiled and said,.. ” yeah, I always knew those would be your first words to me!”. Everyone was laughing + the interviewer thanked me for making a fun ending. The next night we saw each other again on the red carpet, he paused with a mischievous smirk - The photo above.


What a great idea!

Source: Studio York From the Berlinale 2011

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Lisbeth Salander
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PostSubject: Re: Interesting older interviews   Tue Jul 24, 2012 12:23 am



Luin wrote:
I don't know where to post it, but this is such a sweet little story, I've read:

Yeah, I see you Mads…

I photographed Mads Mikkelsen months back and thought to share this funny story with you. On the red-carpet he was being interviewed by a German reporter, she ended the interview with “please say something to us in German” - he said ” I don’t know German.. I can’t think of anything to say”. Then he looks at me asking-” What can I say?” - I quickly answered ” Ich liebe dich?” (I love you).. he lit up and repeated to me, ” Ich liebe dich!”. I smiled and said,.. ” yeah, I always knew those would be your first words to me!”. Everyone was laughing + the interviewer thanked me for making a fun ending. The next night we saw each other again on the red carpet, he paused with a mischievous smirk - The photo above.


What a great idea!

Source: Studio York From the Berlinale 2011

Razz Embarassed Embarassed So sweet! Wish I were her! She once followed me on Tumblr and she posted exclusive photos so I checked her blog. I remember her saying she is falling for Mads during Berlinale but she didn't mention this story! Now we know why!

Wouldn't blame her! Imagine Mads saying 'I love you' bounce bounce He is funny and gracious but the photographer is so witty herself. I think if I'll ever get to see Mads I'll freeze like a deer caught in the headlights Shocked Laughing

Thanks for posting this, Luin.
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Luin
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PostSubject: Re: Interesting older interviews   Tue Jul 24, 2012 1:14 am

It's even better, if he says I love you in your mother tongue. When I think about … I saw Mads this day too, but I don't said this to him. But I spoke with him German - and he understands me! He can't say, that he can't speak German! Wink

I'm sure you wouldn't freeze like a deer, my dear! Mads is so very relaxed and sympathetic, that you wouldn't have any fear!

By the way: What's I love you in Arabian? Hopefully, you are allowed to say this to another person. Wink

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Lisbeth Salander
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PostSubject: Re: Interesting older interviews   Tue Jul 24, 2012 4:40 am

Luin wrote:
It's even better, if he says I love you in your mother tongue. When I think about … I saw Mads this day too, but I don't said this to him. But I spoke with him German - and he understands me! He can't say, that he can't speak German! Wink

I'm sure you wouldn't freeze like a deer, my dear! Mads is so very relaxed and sympathetic, that you wouldn't have any fear!

By the way: What's I love you in Arabian? Hopefully, you are allowed to say this to another person. Wink

Yeah, awesome thing to hear it with his voice in your own native language *sighs* I believe he understands German but it will take him time to respond or he can't respond properly. I sort of understand 'Urdu' but I can't give a correct answer but if someone speaks the language, I'd get most of it.
I had no idea you asked him your question in German! If I see him, I think I'll flood the place with my drool Laughing Laughing Laughing

As for I love you in Arabic, it varies because there are so many dialects but if you want the classic Arabic then it is:
Ana Ouhibouka - for the male
Ana Ouhibouki - for the female
('H' is not the English 'H', rather an Arabic 'H')

With the Arabic dialects, the pronunciation and the spelling differs. In my dialect, it is:
Ana Ahebak- male
Ana Ahebech - female
If Mads says "Ana Ahebech" to me, I'd be in seventh heaven Razz Laughing

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PostSubject: Re: Interesting older interviews   Tue Jul 24, 2012 11:48 am

Lisbeth Salander wrote:
I had no idea you asked him your question in German!

I was the second or third one, who asked something, and the director of the movie spoke German before (I think), so I asked in German. I thought, the director would translate it. I don't know, I don't thought very much. I only wanted to know, why there's nothing about his family in the movie. At the end I was a little bit disappointed about myself for not asking in English. Maybe the first question was in German too. I can't remember. Crying or Very sad


Lisbeth Salander wrote:

As for I love you in Arabic, it varies because there are so many dialects but if you want the classic Arabic then it is:
Ana Ouhibouka - for the male
Ana Ouhibouki - for the female
('H' is not the English 'H', rather an Arabic 'H')

With the Arabic dialects, the pronunciation and the spelling differs. In my dialect, it is:
Ana Ahebak- male
Ana Ahebech - female
If Mads says "Ana Ahebech" to me, I'd be in seventh heaven Razz Laughing

Can google translate Arabic words? So maybe you could write it in Arabic letters, so I can copy them into the translator and maybe I can hear it. Because English isn't my native language, so my H is in my mind very different to the English H.

By the way: There's a wonderful love song from a German cabaret artist Bodo Wartke. He wrote a love song in a lot of different languages and dialects (88). It's always the same text.

The refrain is:

Wo immer du auch wohnst
Ich weiß genau, dass es dich gibt
Die Frau, in die ich mich
und die sich mich mich verliebt!

Wo immer du auch bist,
welche Sprache du auch sprichst,
wenn wir uns begegnen
dann lerne ich sie für dich.

translation:

Whereever you live
I know, that you are there,
the woman I fall in love with
and who fall in love with me too.

Whereever you are
what language you speak
if we meet
I will learn it for you.

And there's a possibility to hear the different languages in the internet:

Liebesliedgenerator

You can choose the English Version. And under "Worldwide" in the right corner, you will find Arabic to. Will you hear it for me and tell me, if you can understand it or if it's nealy right?

Or here's the song in the internet:



Watch 6:16! There's Arabic. Very Happy

This is so funny. The best is the language before Arabic. That are the Turk who lives in German and really speak in such way German!

Now I will hear how Danish sounds. Elsker dig!

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annesrake
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PostSubject: Re: Interesting older interviews   Mon Nov 26, 2012 3:28 am

Just found a really long interview with Mads - but in a Danish women's magazin, so guess what: it's in Danish! With my almost non existent Danish I have the impression it has its rather funny parts. There is something like google translator, isn't there? Unfortunately I have never used it and no time at all to find out how.. Maybe someone...?

And I really like this picture:


source
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Luin
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PostSubject: Re: Interesting older interviews   Mon Nov 26, 2012 11:16 pm

This interview was linked in the old forum by Lourdes/Lisbeth, but I only find the pictures of it in the files I had saved. I'm sure, that I copied the whole text from it and translated it with google, but I don't know where it is.

But Caranaraf likes it more, if you open a new thread for interviews. So it's easier to find. (But as you can see, there's no right way to find your information again. Laughing )

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