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 GZ LIVE Interview with Mads (Feb. 2013)

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Luin
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PostSubject: GZ LIVE Interview with Mads (Feb. 2013)   Sun Feb 24, 2013 5:42 am

Here's a wonderful interview with Mads, which I have found yesterday. It's in German cheers, but I will use the google translator. Hopefully it will be good to understand, if not, say something and I try to translate it for you.

Quote :
MADS MIKKELSEN. DER SCHAUSPIELER ÜBER HEIMAT, HASS UND HOLLYWOOD

Fotos: Joachim Ladefoged/VII, Autor: Bettina Aust, Aktuelle Ausgabe 02/2012

Mads Mikkelsen liebt die Verwandlung. Und er liebt die Herausforderung. In seinem neuen Film "Jagten" spielt er einen Mann, der zu Unrecht beschuldigt wird, ein Mädchen missbraucht zu haben. Was passiert, wenn aus Freunden Feinde werden und die Heimat zur Hölle wird?

Der Däne Mads Mikkelsen zählt ganz eindeutig zu den vielseitigsten Schauspielern seiner Generation. Auf der Leinwand glaubt man ihm alles. Egal ob Bösewicht, Liebhaber, Drogensüchtiger oder Pädagoge, immer wirkt der 46-Jährige beinahe beängstigend authentisch. Ihn reizt das Spiel mit verschiedensten Identitäten. Und deshalb wehrt er sich auch so vehement dagegen, auf ein bestimmtes Image festgelegt zu werden - so wie es im Star-System Hollywoods eigentlich üblich ist. Das wäre einem Mads Mikkelsen viel zu langweilig. Nach jedem Projekt bricht er zu neuen Ufern auf. Eine ähnliche Rolle in zwei Filmen hintereinander? Undenkbar! Und noch eine weitere Konstante prägt die Karriere des Mads Mikkelsen: Egal, wie viele Angebote er für internationale Produktionen bekommt, es ist ihm wichtig, auch weiter in seiner Heimat Dänemark zu arbeiten, dort fühlt er sich verwurzelt. In Kopenhagen lebt er mit seiner Frau und den beiden Kindern und daran soll sich auch nichts ändern. Als Schauspieler ist Mads Mikkelsen ein Spätberufener. Seine berufliche Karriere beginnt als professioneller Tänzer, mit Musicals wie "Chicago" tourt er durch Dänemark, bevor er sich dann doch entscheidet, es vor der Kamera zu versuchen. 1996 macht er mit der spektakulären Rolle als Rauschgiftsüchtiger in dem Actiondrama "Pusher" auf sich aufmerksam. Zahlreiche Angebote folgen, vor allem in ambitionierten Art-House-Produktionen. Seinen internationalen Durchbruch feiert Mads Mikkelsen 2006 als Bond-Schurke in "Casino Royale". Und natürlich wird auch Hollywood auf ihn aufmerksam, Blockbuster wie "Kampf der Titanen" folgen. Die Aufnahme in den exklusiven Club des europäischen Filmolymps gelingt ihm im Mai 2012 - wie vor ihm schon Marlon Brando, Paul Newman, Jack Nicholson, Sean Penn, Gérard Depardieu oder Christoph Waltz -, als er bei den Filmfestspielen von Cannes für seine Leistung in dem Drama "Jagten" als "Bester Darsteller" ausgezeichnet wird. Unter der Regie von Thomas Vinterberg ("Das Fest") spielt er darin den Kindergärtner Lucas, den ein kleines Mädchen aus seiner Gruppe beschuldigt, es missbraucht zu haben. Das Drama startet in Deutschland voraussichtlich im Frühjahr 2013.


"UNS GEHT ES DARUM ZU ERZÄHLEN, WIE SICH LIEBE IN ANGST VERWANDELT UND WELCHE ZERSTÖRERISCHE KRAFT DARAUS ENTSTEHT."

Sie sind selbst Vater. Im Film "Jagten" geht es um Kindesmissbrauch. Mit welchen Gefühlen haben Sie diese Rolle angenommen?

Die Entscheidung ist mir leicht gefallen. Denn der Mann, den ich spiele, ist ja unschuldig. Die Tatsache, dass sowohl ich als auch Regisseur Thomas Vinterberg und der Drehbuchautor Väter sind, hat keine Rolle gespielt. Für mich hat die Geschichte eine ganz eigene Schönheit und nicht jeder würde für das, was ich meine, diesen Ausdruck wählen: Es hat mich verstört, dieses Drehbuch zu lesen, und ich war auch verärgert, aber ich konnte jede Figur verstehen, warum sie so und nicht anders gehandelt hat. Das ist übrigens auch die Tragödie der Geschichte: dass alle Beteiligten davon überzeugt sind, das Richtige zu tun.

Haben Sie für den Film Missbrauchsfälle recherchiert, um sich auf diese intensive Rolle vorzubereiten?

Nein. Wir erzählen keinen Fall, der sich in der Realität so zugetragen hat. Der Film ist von verschiedenen Geschichten inspiriert - er ist also Fiktion. Und es geht im Film auch nicht darum, Leute zu verteidigen, die im wirklichen Leben beschuldigt wurden, ein Kind missbraucht zu haben. Das ist nicht unser Anliegen. Uns geht es darum zu erzählen, wie sich Liebe und Zuneigung in Angst verwandeln und welche enorme zerstörerische Kraft daraus entsteht. Es ist sicher schwer, solch eine nervenaufreibende Rolle emotional wieder abzulegen.

Was haben Sie davon abends mit nach Hause genommen?

Nichts. Ich lasse meine Figur am Set. Sie fällt von mir ab, sobald die Kamera nicht mehr läuft. Davon nehme ich wirklich nichts mit nach Hause.

Einige Ihrer Kollegen erzählen immer wieder, wie kompliziert dieser Prozess ist. Warum gelingt es Ihnen scheinbar zu mühelos?

Das ist für mich so einfach, weil ich nicht in der Rolle bleiben will. Meine Einstellung ist, dass man so schnell wie möglich in eine Rolle schlüpfen und sie auch genauso zügig wieder ablegen sollte. Natürlich muss man seine Figur analysieren und ihr emotional so nahe wie möglich kommen. Und natürlich ist es manchmal schwierig, gerade, wenn ich eine anstrengende Szene immer wieder spielen musste und wir vielleicht acht Stunden brauchten, bis sie im Kasten war - dann fühle ich mich ausgelaugt. Doch ich muss das hinter mir lassen, bevor ich nach Hause gehe und meine Kinder begrüße. Ich wollte auf keinen Fall, dass meine Kinder in mir Lucas, also den Protagonisten des Films, sehen und womöglich "Hallo Lucas" zu mir sagen. Mein Name ist Mads und ich habe ein eigenes Leben, das nichts mit meinen Filmfiguren zu tun hat.

Protagonist Lucas erlebt, wie sich ihm seine vertraute Welt komplett entfremdet. Warum bleibt er trotzdem und verlässt nicht einfach den Ort, an dem ihm so viel Unrecht widerfährt?

Weil er unschuldig ist. Und davon will er seine Umwelt überzeugen. Warum sollte er also das Feld räumen? Er besteht darauf, weiter in den Geschäften einzukaufen, in denen er schon immer eingekauft hat, und er besucht auch weiter den Gottesdienst in seiner Kirchengemeinde. Das ist nicht einfach für ihn, zumal er das Opfer einer modernen Hexenjagd geworden ist.

Jeder, der in diesem Film sitzt, fragt sich: Wie hätte ich reagiert? Können Sie sich mit der Mentalität Ihres Charakters identifizieren?

Lucas reagiert mir eindeutig zu passiv. Ich hätte mich viel früher gewehrt. Die Szene, in der Lucas seinem Freund die Faust ins Gesicht schlägt, ist ja geradezu eine Erlösung. Ich hätte denen schon viel früher eine Abreibung verpasst.

Wie rebellisch sind Sie am Set? Haben es Regisseure leicht mit Ihnen oder gehören Sie zu den Schauspielern, die alles diskutieren müssen?

(Lacht) … Ich gehöre zu der Kategorie Leute, die gar nichts akzeptieren. Natürlich bin ich mit vielem einverstanden, aber wenn ich etwas nicht verstehe, dann frage ich nach. Und ich bestehe darauf, Antworten zu bekommen. Ich reflektiere sehr viel und meine Auffassung von diesem Job ist es, viele Fragen zu stellen, darum geht es doch vor allen Dingen. Auch bei "Jagten" haben wir das Drehbuch diskutiert, aber das ist nun einmal ein Teil des Prozesses, wenn man einen Film macht. So sehe ich es zumindest.

Eine alte Schauspielerregel besagt, man sollte möglichst nicht mit Kindern und Tieren vor der Kamera stehen, denn da kann man nur verlieren, schon was den Niedlichkeitsfaktor anbelangt. Und ihre kleine Kollegin im Film ist wirklich sehr überzeugend.

(Lacht) … Es ist immer gut, mit Kindern zu arbeiten. Denn wenn wir mit ihnen arbeiten, vergessen wir uns selbst, und je mehr unser Ich in den Hintergrund tritt, desto besser ist unser Spiel. Deshalb ist es immer gut für erwachsene Schauspieler, mit Kindern zu drehen.

Regisseur Thomas Vinterberg hat gesagt, es sei schwer, Sie zu besetzen, weil Sie für viele Rollen zu gut aussehen. Was halten Sie davon?

(Lacht) … Ich weiß gar nicht, was er meint. In meinem ersten Film "Pusher" war ich als Rauschgiftsüchtiger Tonny nicht schön, ich hatte eine Glatze und war am ganzen Körper tätowiert. Und in "Dänische Delikatessen" sah ich auch nicht besonders gut aus, doch wohl eher wie ein Idiot. Also, es ist mir ein Rätsel, was Thomas da gesagt hat. Ich vermute mal, es hat damit zu tun, dass einige Mädchen finden, ich sei irgendwie ganz süß in einigen Filmen gewesen. Und ich glaube, Thomas ist selbst ein bisschen eitel. Sehen Sie sich nur seine Frisur an, er ist eindeutig Haar-Fetischist, deshalb sagt er so etwas über mich … (lacht).

Aber Sie halten sich doch für einen attraktiven Mann, oder?

Nein. Wenn ich mir einen Film ansehe, in dem ich mitgespielt habe und wir haben alle einen guten Job gemacht, dann vergesse ich alles um mich herum. Dann wirkt der Film als Ganzes auf mich.

Sie werden jetzt aber nicht leugnen, dass Sie jede Menge weibliche Fans haben, die Ihnen Liebesbriefe schreiben.

Ich bekomme keine Liebesbriefe. Wer weiß, vielleicht verbrennt meine Frau die ja alle … (lacht). Vielleicht hat sie auch eine Affäre mit dem Postboten und die beiden verbrennen die Briefe gemeinsam. Kleiner Scherz. Im Ernst, mir schreibt niemand: "Ich liebe Dich!" Ich bekomme nur ziemlich verrücktes Zeug zugeschickt.

Was steht in diesen verrückten Briefen?

Ich habe in einer Komödie einen Homosexuellen gespielt, der seinen Freund heiraten will, sich dann aber in eine Frau verliebt. Daraufhin schrieb mir ein Mädchen: "Ich bin sehr glücklich über den Film. Denn ich weiß genau, wie es sich anfühlt, auch ich habe einen schwulen Freund gehabt. Doch nun bin ich im Gefängnis, denn ich habe ihn umgebracht. Ich möchte mit Ihnen über diese Sache sprechen, bitte nehmen Sie Kontakt zu mir auf." Sie schrieb mir wieder und wieder. Da bekam ich langsam so ein mulmiges Gefühl und hoffte inständig, dass sie auch wirklich im Gefängnis sitzt.

Dass Sie einmal Schauspieler werden würden, war nicht absehbar. Sie haben Ihre berufliche Laufbahn als Tänzer begonnen. Wie ist es dazu gekommen?

Tänzer war kein konkreter Berufswunsch oder ein Traum. Es hat sich einfach so ergeben. Ich war Turner und habe auch Gymnastik gemacht. Und irgendwann bin ich angesprochen worden, ob ich in einer Bühnenshow mitmachen möchte. Daraus ergab sich dann der Job als Tänzer. Und plötzlich wurden zehn Jahre daraus. Ich bin in die Tanzerei sozusagen hineingerutscht. Als Schauspieler habe ich davon profitiert, weil ich ein gutes Körpergefühl habe. Die Gymnastik zahlt sich immer noch aus. Die meisten Actionszenen mache ich selbst.

Sind Sie als der Junge mit den Gymnastikschuhen von Ihren Mitschülern aufgezogen worden?

Am Anfang schon. Aber nur so lange, bis sie merkten, wie kräftig wir Turner sind … (lacht). Da haben sie sich gewünscht, sie hätten sich nie mit mir angelegt. Außerdem konnte ich auf den Händen laufen, sie nicht. Das hat die Mädchen beeindruckt.

International bekannt geworden sind Sie als Schurke in dem Bond-Film "Casino Royale". Wie hat das Ihre Karriere beeinflusst?

Dass ich in "Bond" mitgespielt habe, hat mir ein paar Türen geöffnet. Teil des Bond-Teams zu sein, war eine grossartige Erfahrung. Natürlich habe ich danach mehr Angebote bekommen. Und das bedeutet, die Chancen erhöhen sich, dass etwas Spannendes dabei sein könnte. Aber davon abgesehen, war es ein ganz normaler Job.

Aus Ihrer Leidenschaft für das Pokerspiel haben Sie nie ein Geheimnis gemacht. Waren Sie deshalb der richtige Mann für die berühmte Pokerszene in "Casino Royale"?

Wir haben am Set tatsächlich viel gepokert, auch wenn die Kamera nicht lief, denn wir hatten viele Drehpausen oder warteten in der Maske auf unseren Einsatz. Und wir hatten die Chips und Karten immer griffbereit.

Und da haben Sie dann Ihre Kollegen ausgenommen?

Sie werden es nicht glauben, aber eines Tages hatte ich einen "Royal Straight Flush"! Mehr geht nicht. Mein Gott, war das schön. Ich habe von jedem Mitspieler seine wöchentliche Spesenpauschale bekommen.

Sie sind nach wie vor stark mit Ihrem Heimatland Dänemark verwurzelt, drehen dort auch immer wieder. Warum sind Sie nicht nach Hollywood gegangen, um Ihre Karriere international noch mehr voranzubringen?

Es würde mir nie in den Sinn kommen, nach Hollywood zu gehen. Das hängt vor allem mit meiner Familie zusammen, die in Dänemark lebt. Wir haben unser Leben und unsere Freunde dort, in Dänemark sind nun einmal meine Wurzeln. Natürlich könnten wir nach Los Angeles umziehen, das wäre sicher kein Problem. Doch die Realität würde so aussehen, dass ich meine Familie kaum noch sehen würde, denn viele Hollywoodproduktionen werden mittlerweile im Ausland gedreht. Meine Familie sässe also in Hollywood und ich müsste mit ihr skypen, um Kontakt zu halten. Das ist für mich auf keinen Fall erstrebenswert.

Wie haben Sie sich in Ihrer langjährigen Karriere als Schauspieler verändert?

Das ist schwer zu sagen. Ich sehe mir meine alten Filme nicht an und ich denke auch nicht über einmal beendete Projekte nach. Natürlich wirkt sich das, was man macht, auf einen aus. Ich ziehe durch die Welt und drehe Filme in fremden Sprachen, das hat mich sicher verändert und auch bereichert. Aber was es genau ist, das kann ich nicht in Worte fassen.




Source: gzlive

Sorry. Google translator doesn't like me today - or my internetstick. I will copy the translation later.

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